Liebe reisebegeisterte Vanlifer,
wenn du auf der Suche nach einem unvergesslichen Abenteuer bist, solltest du dir die Reise zu den Lofoten im eigenen Camper nicht entgehen lassen. Diese wunderschöne Inselkette im Norden Norwegens ist ein wahres Paradies für alle, die sich nach einem aufregenden Urlaub sehnen.
Du erreichst die Lofoten über die E10, die sich über die gesamte Inselgruppe erstreckt und an der du an den schönsten Orten anhalten kannst.
Die Sehenswürdigkeiten der Lofoten
Die Inseln, die du auf deiner Reise besuchen solltest, sind Vestvågøy, Flakstadøya, Moskenesøya, Røst, Værøy und Røstlandet. Jede hat ihre eigene Persönlichkeit und bietet dir unvergessliche Erfahrungen.
Vestvågøy ist die größte Insel der Lofoten und bietet einige der schönsten Strände und viel Natur. Flakstadøya ist bekannt für hügelige Landschaften, interessante Felsformationen und schroffe Küsten. Moskenesøya ist berühmt für seine spektakulären Aussichtspunkte. Auf Røst genießt du einige der besten Fischgerichte Norwegens und erlebst beeindruckende Sonnenuntergänge. Værøy ist eine der kleinsten Inseln, hat aber einige der schönsten Strände und besten Surfspots. Røstlandet schließlich ist eine kleine Inselgruppe, die vor allem für ihre Vogelwelt bekannt ist.
Es gibt unendlich viel zu sehen und zu erleben auf den Lofoten – und das Beste daran: Du kannst alles auf eigene Faust erkunden. Mit deinem Camper bist du völlig unabhängig, besuchst die schönsten Orte nach deinem eigenen Rhythmus und genießt die unberührte Natur. Also worauf wartest du? Pack deinen Camper und mach dich auf den Weg.
Meine persönlichen Top-Highlights der Lofoten
1. Reinebringen Trail Head
Mein absolutes Highlight der Lofoten war der Reinebringen Trail – wobei es eher die Aussicht als der Trail an sich war. Der besteht nämlich aus 1.200 unangenehm großen Treppenstufen. Ich fand den Aufstieg recht anstrengend, es gibt unterwegs aber genug Möglichkeiten für eine Pause. Auf dem „Gipfel“ habe ich Leute mit Hunden gesehen, Kinder und Mütter, die ihre Kleinkinder die Treppen hochgetragen haben. Der Trail ist also für jedes Fitnesslevel geeignet. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sollen von dort oben unglaublich sein. Ich würde das nächste Mal etwas zu essen und zu trinken mitnehmen, um dort zu picknicken.

Die Stufen sehen wirklich schön aus: Sie sind aus einzelnen Felsbrocken geschlagen, dadurch hat jede Stufe eine andere Höhe und Form. Das gibt dem Reinebringen Trail neben der Aussicht eine sehr natürliche Note – man hat ein wenig das Gefühl, die Wikinger wären hier schon hochgestiegen.
Meine Parkplatzempfehlung ist der Parkplatz Steffenakken. Von hier sind es 15 Minuten Fußmarsch und tagsüber ist der Platz nicht stark besucht. Abends nutzen ihn viele Camper als Nachtlager. Mir persönlich ist dieser Spot zum Übernachten viel zu laut, weil dort auch die Lkw vorbeifahren, die von der Fähre kommen.
Bist du mit einem Pkw unterwegs oder hast richtig Glück, findest du auch am Parkplatz an der E10 einen freien Platz. In der Regel warten dort aber schon mindestens drei Fahrzeuge darauf, dass etwas frei wird.
2. Reine – ein Traumziel für Campervan-Abenteuer
Reine ist ein malerischer Ort auf den Lofoten und ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Abenteuerlustige. Mit den atemberaubenden Landschaften und unberührten Naturwundern ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen mit dem Campervan hierher kommen.


Die Reinebringen-Felsen
Diese berühmten Felsen sind eines der bekanntesten Fotomotive Norwegens und bieten einen atemberaubenden Ausblick über die Umgebung.
Das Fischerdorf
Reine ist bekannt für seine charmanten roten Holzhäuser am Ufer des Fjords. Hier erlebst du die Geschichte und Kultur der Region.
Reine Lighthouse
Der kleine Leuchtturm von Reine bietet einen schönen Ausblick über die umliegenden Inseln.
Parken in und um Reine
In Reine gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz, der für Camper allerdings sehr teuer ist – rund 450 NOK pro Nacht bzw. 35 NOK pro Stunde – und bei Google entsprechend schlecht bewertet wird. Alternativ gibt es den oben genannten Parkplatz an der E10, der aber sehr klein und eigentlich immer voll ist. Vom Parkplatz Steffenakken läufst du in 20 Minuten nach Reine.
3. Sund – Schlafen am Museum
Sund war unser erster Halt auf den Lofoten. Da alle anderen Schlafplätze belegt waren, haben wir vor dem Museum The Blacksmith at Sund genächtigt.
Im Museum arbeitet der Schmied Tor-Vegard Mørkved, der seit 1989 schmiedeeiserne Kormorane herstellt. Besucher können ihm dabei zusehen, wie er die Hälse formt. Die Tradition geht auf den „alten Schmied“ Hans Gjertsen zurück, der in den 1960er-Jahren begann und dafür berühmt ist, König Olav V. einen Königskormoran geschenkt zu haben.
4. Ramberg 6 an der E10
Bei Park4Night findest du diesen Platz mit wunderschöner Aussicht. Hier kannst du sehr gut angeln und hast relativ wenig Lärm durch Fahrzeuge. Mein absolutes Highlight war der Sonnenuntergang – wunderschön, aber auch ein wenig merkwürdig, weil es in der Zeit, in der wir dort waren, nachts nicht wirklich dunkel wurde. Nach dem Sonnenuntergang ist der Himmel einfach wieder blau geworden. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen Tag versüßen – dieser Platz ist definitiv eines davon.

